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90 % der Bürger sprechen Türkisch als Muttersprache. Seit dem 8. Jahrhundert bis jetzt, hat man in Anatolien neben vielen anderen Schriftsprachen am meisten das göktürkische, uygurische, arabische und lateinische Alphabet benutzt.

Nach Gründung der Republik hatte man sich in den Jahren 1923 - 1928 mit dem Problem eines einheitlichen Alphabetes beschaeftigt. Um die Türkei zu einem fortschrittlichen, europaeischem Land zu machen, führte Mustafa Kemal Atatürk 1928 das lateinische Alphabet ein, was ihm der türkischen Sprache am meisten angepasst schien, und das die bis dahin benutzte arabische Schrift ablöste.

Die Entwicklung der türkischen Schriftsprache:

Das alte Türkisch ( VI. - X. Jahrh): Die Sprache wurde bei den Orhon- und Yenisey Inschriften in uygurischen Texten verwandt.

Das mittelalterliche Türkisch (XI. - XV. Jahrh.): In dieser Schriftsprache wurden die ersten islamischen Texte geschrieben. Neuentstandene türkische Dialekte (Anatolisches Türkisch, Aserbeidschanisch und Türkmenisch) benutzten ebenfalls diese Schriftsprache.

Das neue Türkisch (XV. - XX. Jahrh.) In dieser Zeit wurde in Anatolien ein Osmanisches Türkisch gesprochen und geschrieben.

Das moderne Türkisch (XX. Jahrh.): Das moderne Türkisch enthaelt Elemente aller weltweit verbreiteten Turksprachen. Heutzutage wird in Anatolien ein Türkei-Türkisch gesprochen.

Türkisch gehört in die Klasse der kontinuierlichen Sprachen. Bei Deklinationen und Wortbildungen wird der Wortstamm nie veraendert, Veraenderungen des Wortes werden durch Suffixe ausgedrückt, die in folgender Reihenfolge angehaengt werden: Wortstamm - Wortbildungssuffix- Deklinationssuffix.

Das türkische, aus lateinischen Buchstaben bestehende Alphabet, hat 29 Buchstaben, von denen fünf ausschließlich dem türkischen Alphabet angehören: Ç, Ğ,I,Ö,Ş.
 

 

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